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Tracking von Fahrzeugen - Was ist erlaubt?

Gastgewerbe-Magazin - 2021-06 - Seite 8-9: Die Ortung aus dem All - GPS-Nutzung ist heute einfach und liefert präzise Standorte und Bewegungsprofile auf der ganzen Welt. Was aber, wenn Firmenfahrzeuge und damit Mitarbeiter „getrackt“ werden? Ein Überblick zu Ortungsmöglichkeiten und den damit verbundenen Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung > Jedes Smartphone weiß genau, wo es sich gerade befindet und wo es gestern war - ebenso können moderne Laptops und Tablets ihren Standort erfassen und nutzen. Auch das Navigationssystem im Auto weiß nicht nur, wo sich sein Fahrzeug befindet, sondern kennt auch die bevorzugten Strecken des Fahrers. Die Entwicklung der Geräte ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass GPS-Ortungsgeräte in der Größe einer Streichholzschachtel jahrelang autark zum Beispiel Überseecontainer ortbar machen. ... Datenschutzrechtlich unproblematisch ist die Ortung des Standortes, um etwa weitere Aufträge in Standortnähe vergeben zu können, auch die Erfassung der Arbeitszeiten durch gespeicherte Ortungsdaten wird weitgehend von der DSGVO gedeckt. Rechtlich bedenklich ist die präzise Streckenverfolgung, die ein Bewegungsprofil des Mitarbeiters erstellt. Dieses könnte dazu genutzt werden, um etwa nicht zulässige Privatfahrten zu erkennen oder Umwege anzumahnen. Art. 1 Abs. 2 DSGVO besagt, dass die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen zu schützen sind - besonders das Recht auf den Schutz personenbezogener Daten. In diesem Fall darf zwar erfasst werden, wo sich ein Firmenfahrzeug befindet, wenn es beweisbar dem Arbeitsablauf dient - das Wissen, wo der Mitarbeiter in seiner Pause gefrühstückt hat, aber vom Datenschutz beschützt wird. ... ff

 

 

  

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