· 

Recruiting: Azubis aus der Ferne / Projekt Thamm

AHGZ - 2021-47/48 - Seite 20-: Arbeitsmigration statt Fachkräftemangel - darum geht es beim Pilotprojekt Thamm. Nachwuchskräfte aus Nordafrika werden so für das deutsche Gastgewerbe angeheuert. Die Initiative Fair Job Hotels ist bereits Kooperationspartner > Qualifiziertes Personal wird immer mehr zur Mangelware. Vielerorts sind Hoteliers und Gastronomen verzweifelt auf der Suche nach Wegen aus der Misere. Einen davon eröffnet das Projekt Thamm, das Auszubildende aus Ägypten, Marokko und Tunesien für eine Beschäftigung in Deutschland zu gewinnen versucht. Realisiert wird es im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), kofinanziert durch die Europäische Union. Das Akronym Thamm steht dabei für den englischen Projekttitel „Towards a Holistic Approach to Labour Migration Governance and Labour Mobility in North Africa“. Übersetzt bedeutet das „Unterstützung regulärer Arbeitsmigration und -mobilität zwischen Nordafrika und Europa“. Das Projekt, bei dessen Umsetzung die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) und die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit (BA) kooperieren, besteht seit 2019. „Da der Fachkräftemangel in Deutschland bereits in der Phase der beruflichen Ausbildung beginnt, liegt hier einer der Projekt-Schwerpunkte“, heißt es seitens der GIZ. „Thamm setzt dabei auf einen ganzheitlichen Migrations- und Mobilitätsansatz für Arbeit und Ausbildung.“ Die bislang angeworbenen Auszubildenden aus Tunesien, Marokko und Ägypten sind zwischen 21 und 27 Jahre alt und haben Abitur. Zudem bringen sie mehrheitlich bereits Vorerfahrung im Gastgewerbe mit. Außer ihrer Muttersprache Arabisch verfügen sie teilweise über Französisch- und Englischkenntnisse. Zur Vorbereitung lernen sie Deutsch. ... ff

 

 

  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0