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Akustik in der Gastronomie: Wohlklang à la carte

hotelbau - 2021-06 - Seite 66-69: Raumakustisches Ambiente haben Restaurants und Bars zwar nicht auf der Karte — Planer sollten es trotzdem auf dem Schirm haben, denn nicht nur das Auge, sondern auch das Ohr isst mit. Schmeckt dem Gast nicht, was er hört, bleibt er nicht lang und kommt eventuell nicht wieder. > Ein hochwertiges Restaurant- oder Barerlebnis gehört zu einem hochwertigen Hotelerlebnis dazu. Heute vielleicht noch mehr als vor ein paar Jahren, hat sich doch der Stellenwert des „Essen- und Trinken-Gehens" stark verändert. Neben Wohlgenuss legt der Gast heute großen Wert auf Ambiente - und das wird auch maßgeblich von Geräuschkulisse und Klang beeinflusst. Dieses Erlebnis steht nicht nur mit akustischen Hard Facts in Wechselwirkung, sondern auch mit gestalterischen Soft Facts. So reagieren Menschen unbewusst auf Aspekte, wie Farbe und Licht, und finden Räume, die diesbezüglich kühl gehalten sind, subjektiv oft als halliger als warm anmutende Flächen. … Zunächst muss also der „Ruhe-Geräuschpegel" im Raum möglichst niedrig gehalten werden, d. h., Bereiche wie Küche (Geschirrklappern/-rückgabe), Lager u. A. sollten im Grundriss so angeordnet sein, dass sie sich nicht ungünstig mit den ruhigeren Teilen der Gastronomieoutlets überlappen. Zudem verhindert eine ausreichende Schalldämpfung in den tendenziell lauteren Service-Bereichen, dass laute Störgeräusche in den Gastraum dringen. Eine weitere Möglichkeit, Störgeräusche zu entkräften, ist Soundmasking: Bewusst und dezent eingespielte Musik legt einen angenehmen Teppich über den Grundgeräuschpegel im Raum. … In der Praxis gibt es verschiedene Absorber, die im Raum auf unterschiedliche Art und Weise zum Einsatz kommen. Grundsätzlich möglich sind Maßnahmen im Bereich Decke, Wand, Boden und Einrichtungsgegenständen. Teppiche absorbieren z. B. einen Teil der Schallenergie - vor allem, wenn sie zusätzlich mit Akustikvlies versetzt sind. Zu beachten ist, dass Teppiche als Alleinmaßnahme in puncto Schallschutz (sprich Minderung des Schalldruckpegels und Senkung der Nachhallzeiten) in größeren, offenen Flächen nicht ausreichen. Nicht zu verachten ist hingegen der Beitrag, den textile oder andere weichere Bodenbeläge zur Dämmung von Trittschall leisten. ...ff

>>> Branchen: Technik > Haustechnik und Sicherheit > Schallschutz / Wärmeschutz

 

 

  

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