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Ulrike Von Albedyll, Dehoga Hamburg: „Fachkräftemangel bereitet uns große Sorgen"

Cost & Logis - 2021-09 - Seite 19-: Ulrike von Albedyll ist Landesgeschäftsführerin vom Dehoga Hamburg. Im Interview spricht sie über die Entwicklung im Gastgewerbe, die Akzeptanz von 2G und ihren Wunsch an die Politik. > Frau von Albedyll, die Branche ist nach einer finsteren Zeit wieder im Aufwind. Wie beurteilen Sie die Entwicklung? Wir stellen unterschiedliche Entwicklungen in der Hotellerie und Gastronomie fest. Der Start in der Hotellerie nach dem zweiten Lockdown lief zunächst verhalten. Nach monatelangem Reiseverbot hatten die Menschen ein größeres Bedürfnis, an die Küsten und in die Berge zu reisen als in eine Stadt. Erfreulicherweise änderte sich dies im August und setzte sich im September/Oktober fort. Die Übernachtungszahlen von 2019 konnten leider noch nicht erreicht werden. Der Start in der Gastronomie verlief positiv. Die Gäste waren glücklich und erleichtert, endlich wieder ein Restaurant oder Café besuchen zu dürfen. Aufgrund der Corona-Einschränkungen, besonders dem Abstandsgebot, konnte natürlich auch an die Umsätze von Vor-Corona-Zahlen ganz überwiegend nicht angeknüpft werden. Große Sorgen bereitet uns der Fachkräftemangel, der gleichermaßen in Hotellerie und Gastronomie zu spüren ist. In Hamburg gibt es mittlerweile das 2G-Optionsmodell. Wird es von den Betrieben angenommen? Das 2G-Optionsmodell ist bei seiner Bekanntgabe auf ein sehr geteiltes Echo gestoßen. Es gab Betriebe, die begrüßten dieses Modell als einen Schritt in die Normalität. Andere wiederum lehnten es ab, weil es ungeimpfte Gäste ausschließt. Wir stellen nun fest, dass die Akzeptanz in der Gastronomie in den vergangenen Wochen zugenommen hat. Dies hat unterschiedliche Ursachen, zum Beispiel die wetterbedingte Verlagerung von außen nach innen, eine zunehmend erhöhte Impfquote bei Gästen und Mitarbeitern und eine ebenfalls spürbare gesellschaftliche Akzeptanz. ...ff

 

 

  

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