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"Noch viel Nachholebedarf“ Sonja Karl ist Mitgründerin des Portals faircations

Cost & Logis - 2021-09 - Seite 14-: Im Interview spricht Sie über Ihre Ziele, Nachhaltigkeit in der Reisebranche und Entwicklungspotenzial. > Frau Karl, Faircations will einem breiten Publikum nachhaltige Urlaubsreisen zugänglich machen. Wann wollen Sie starten und wie sieht ihr Angebot konkret aus? Wir wollen faire, „grüne" Reisen greifbar, attraktiv und vor allem zugänglich machen. Unsere neue B2C-Website soll Ende Dezember live gehen. Das Angebot umfasst nachhaltige Unterkünfte weltweit - vom Stadthotel in Paris über das Resort in den Alpen bis hin zum Strandhotel auf den Kanaren. Dazu kommen Rundreisen und Kurztouren auf der Fernstrecke. Die Unterkünfte müssen über eine Nachhaltigkeitszertifizierung, idealerweise GSTC-anerkannt, verfügen oder individuelles Engagement in punkto Nachhaltigkeit aufzeigen - zum Beispiel kleinere Betriebe, für die eine Zertifizierung oft zu aufwendig wäre. Dazu bieten wir CO2-kompensierte Flüge an, später kommen dann weitere Leistungen wie Transfers und Ausflüge dazu. Ein Prozent vom Reisepreis spenden wir jeweils an ein Nachhaltigkeits- Projekt, das der Kunde auf unserer Website auswählt. Um unseren Hotelpartnern in Sachen Nachhaltigkeit Hilfestellung zu geben, werden wir außerdem kostenlose Online-Trainings anbieten, etwa zum Thema Energie-Effizienz. … Das Thema Nachhaltigkeit ist mittlerweile allgegenwärtig: Inwieweit ist es in der Reisebranche angekommen? Es gibt ja schon seit vielen Jahren kleinere Anbieter, die sich auf nachhaltige Reisen spezialisiert und hervorragende Pionierarbeit geleistet haben. Dazu gehören auch die Mitglieder vom Forum Anders Reisen. Insofern ist das Thema nachhaltiges Reisen nicht neu, in der Breite des Marktes aber noch nicht angekommen. Große Veranstalter und OTAs kennzeichnen mittlerweile zwar zum Teil „grüne" Produkte, aber die große Mehrheit der Angebote ist eben nach wie vor herkömmlich. Außerdem wird Nachhaltigkeit oftmals auf ökologische Aspekte reduziert. Soziale und ökonomische Komponenten wie etwa faire Bezahlung von Hotelangestellten oder die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung bleiben unberücksichtigt. ...ff

 

 

  

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