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Küche 4.0: Geisterküchen auf dem Vormarsch

Küche - 2021-11 - Seite 22-: Perspektivisch werden die Kapazitäten in der Gastronomie immer kurzfristiger planbar - lassen sich schneller erweitern und rascher wieder verringern. Das Konzept der „Ghost Kitchens" (Geisterküchen) steht für diesen Trend > Wahrlich gespenstische Aussichten: Wer heutzutage ein eigenes Restaurant betreiben möchte, der kann sich die eigene Küchenausstattung sparen und stattdessen auf eine sogenannte Geisterküche setzen, so einer der neuesten Trends. Darauf setzen vor allem Lieferdienste, wie etwa Deliveroo. In Großbritannien bietet das Unternehmen unter dem Namen „Editions mobile" eine komplette Profi- Küche in einer Art Überseecontainer an. Diese kann - je nach Nachfrage - innerhalb weniger Stunden auf- und wieder abgebaut werden. Solche Ghost Kitchens haben nicht mehr den Charakter individueller Anfertigungen oder Installationen für bestimmte Orte und Räume. Vielmehr handelt es sich bei ihnen um standardisierte Lösungen. Aus Profi-Küchen machen sie eine Handelsware. Wenn ein international führender Konsumgüterhersteller wie Unilever auf den „Geisterzug" aufspringt, lässt das aufhorchen. Im Frühjahr 2021 vereinbarten Unilever Food Solutions & Langnese Deutschland mit der Berliner Vertical Food GmbH eine strategische Partnerschaft. Demnach wollen sie deutschlandweit das Konzept der Ghost Kitchens ausrollen. In Berlin betreibt Vertical Food bereits acht digitale Restaurants, die übereigene Kuriere ausliefern. Das Speisenangebot richtet sich nach den Gerichten, die im jeweiligen Liefergebiet online am häufigsten nachgefragt werden. ... ff

 

 

  

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