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Bye, bye Gastgewerbe! Personalnotstand: Welche Strategien jetzt helfen

chefs - 2021-11 - Seite 6-7: Die Pandemie hat den Personalmangel durch die Abwanderung von Beschäftigten in andere Branchen dramatisch verschärft. Auch die Zahl der Auszubildenden ist stark zurückgegangen. Jetzt wird vielen klar, dass die Rezepte der Vergangenheit nicht mehr funktionieren. Nur ein grundlegendes Umlenken kann den Exodus jetzt noch stoppen - allerdings auch nicht von heute auf morgen > Geschlossene Restaurants und Outlets, eingeschränkte Öffnungszeiten, abgespeckte Speisekarten - das ist momentan die traurige Realität in vielen gastgewerblichen Betrieben. „Die inzwischen fast zwei Jahre andauernde Corona-Pandemie war der Brandbeschleuniger, der jetzt die jahrzehntelangen Versäumnisse der Branche beim Thema Personal auf drastische Weise offenlegt", sagt Christoph Schink, Referatsleiter Gastgewerbe bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Hamburg. In der Tat: So dramatisch wie jetzt war die Personalsituation in der Gastronomie und Hotellerie noch nie - es ist längst Fünf nach Zwölf. In den letzten Wochen häuften sich die Meldungen von Betrieben, denen nahezu die kompletten Küchenteams weggebrochen sind, andere berichten von einem völlig leergefegten Arbeitsmarkt. Christoph Schink geht davon aus, dass inzwischen jeder sechste Arbeitnehmer das Gastgewerbe verlassen hat, um in eine andere Branche zu wechseln. Laut Bundesagentur für Arbeit waren es bis August rund 275 000, aktuell sind es nach Schätzungen der NGG schon über 300 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen der Gastronomie - und zwar vom Küchenchef bis zur Aushilfe. … Kurzfristig werden weder Behelfslösungen wie Mietköche, Personaldienstleister, Headhunter noch eine deutlich bessere Bezahlung das Problem lösen können. Das Image der Branche ist durch Versäumnisse in der Vergangenheit derart ramponiert, dass es Jahre dauern wird, die Scherben zusammenzukehren. ...ff

 

 

  

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