· 

Mitarbeiter: „Es ist 5 nach 12“ Alarmstimmung in vielen Hotelbetrieben: Wie bekommt die Branche mehr Arbeitskräfte?

AHGZ - 2021-41/42 - Seite 2-: Die Mitarbeiterkrise weitet sich aus und beschert der Hotellerie Umsatzeinbußen. Darauf weist der Erste Vorsitzende des Vereins Fair Job Hotels, Alexander Aisenbrey, hin. „Jetzt haben wir wieder Gäste, aber keine Mitarbeiter. Jeder, der ein Unternehmen hat, hat das gleiche Problem. Wir können nicht den Umsatz mitnehmen“, sagte er beim Partnertreffen der Initiative in Heilbronn. „Diese Situation haben wir noch nicht gehabt. Wenn wir so weitermachen, gehen wir gnadenlos unter. Wir reduzieren Öffnungszeiten, wir reduzieren Leistungen, aber wir hätten genügend Arbeit.“ Was sind die größten Probleme? Prof. Vanessa Borkmann vom Fraunhofer- Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) stellt fest „Es ist bereits fünf nach 12. Wenn der Mitarbeitermangel Öffnungszeiten einschränkt, Serviceangebote begrenzt und Produktqualität beeinflusst, dann ist Handlungsbedarf offenkundig.“ Im Wettbewerb um Arbeitskräfte müsse sich die Hotelbranche rasch ein besseres Arbeitgeberimage aufbauen. Nach der Studie „New Work - Neue Arbeitsmodelle im Wandel“ des Fraunhofer- Instituts liegen die Gründe für die Unzufriedenheit vieler Mitarbeiter vor allem in den Bereichen Bezahlung und Arbeitszeiten. Bei einer Trendumfrage mit rund 4000 Teilnehmern sagten 51 Prozent, dass die Vergütung „sehr schlecht“ oder „eher schlecht“ sei. Die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben stufen 45 Prozent negativ ein und bei der Arbeitszeit sind es 40 Prozent. Nach Einschätzung von Prof. Borkmann erwarten die Mitarbeiter mehr Flexibilität in der Gestaltung ihrer Arbeit und mehr Automatisierung sowie Unterstützung durch Technik. „Der Wandel hin zu einer neuen Arbeitswelt erfordert ein Umdenken und gänzlich neue Strukturen in allen Bereichen von Arbeit.“ So finden nach der Umfrage 65 Prozent der Teilnehmer Vertrauensarbeit „sehr wünschenswert“ oder „eher wünschenswert“. ...ff

 

 

  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0