· 

Kathrin Gollubits, Director of Human Resources bei den 25hours Hotels - "Eine Win-Win-Situation"

AHGZ - 2021-41/42 - Seite 3-: Kathrin Gollubits, Director of Human Resources bei den 25hours Hotels, spricht mit ahgz-Redakteur Christoph Aichele über die geplante 4-Tage-Woche in den Hamburger Häusern - und welche Erwartungen sie an das Pilotprojekt hat. > In Ihren Hamburger Hotels testen Sie ab November die 4-Tage-Woche. Wie kam es dazu? Im Wesentlichen gab es zwei Ansatzpunkte. Einerseits ist es der bestehende Fachkräftemangel speziell im Bereich Küche, der uns bereits seit einiger Zeit umtreibt. Andererseits haben wir im Zuge einer Mitarbeiterbefragung nach den Lockdowns festgestellt, dass das Thema bei vielen auf der Wunschliste steht. In Ländern wie Island oder Neuseeland ist die 4-Tage-Woche schon länger gängig, auch Firmen im kalifornischen Silicon Valley setzen darauf. In Deutschland dagegen hat die Idee immer noch einen schweren Stand. Warum eigentlich? Ich denke, es gibt einfach noch bestehende Muster. Eine 5-Tage-Woche gilt hierzulande vielerorts als normal. Vielleicht ist eine 4-Tage-Woche heute speziell im deutschsprachigen Raum noch revolutionär. Ich glaube aber, dass das die Zukunft ist. Arbeitgeber? Wir wünschen uns neue Kollegen, die zu uns ins Team wollen. Das ist ein ganz zentrales Anliegen. Fürs Recruiting rechnen wir mit entscheidenden Impulsen. Und die Arbeitnehmer - was haben die davon? Tatsächlich sind die drei freien Tage ein Vorteil. Es bleibt mehr Zeit am Stück fürs Privatleben und für die Freizeit. Zwar sind die verbleibenden vier Arbeitstage länger, gleichzeitig rechnen wir aber mit Zuwachs für die jeweiligen Teams - und mit mehr Motivation und Freude im Tagesgeschäft. Wie sieht das Pilotprojekt konkret aus? Die bisherige Arbeitszeit wird gebündelt - die vier Arbeitstage umfassen dann jeweils neun Stunden zuzüglich Pause. Vier Stunden bleiben als Puffer. Wie aufwendig waren die Planungen? Und waren alle gleichauf begeistert von der Idee? Der Planungsaufwand war spürbar. Wir mussten verschiedene Stakeholder ins Boot holen, den finanziellen Part durchkalkulieren und die Parameter so setzen, dass es für die Abteilungen und die Mitarbeiter passt. ...ff

 

 

  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0