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Titel Thema: Kommt das Werbeverbot für Fleisch?

Küche - 2021-10 - Seite 18-19: Einflussreiche Wissenschaftlerinnen geben gegenüber Politik und Öffentlichkeit den Takt vor: Sie fordern unmissverständlich die Reduzierung des Fleischkonsums und stellen Steuererhöhungen und Werbeverbote in den Raum. > Mit der Broschüre „Unsere Wurst - unser Geschmack: Lieblingswurst aus der Politik" gelang dem Bundesverband der deutschen Fleischwarenindustrie in diesem Jahr ein kluger Schachzug. Einige Politiker*innen aus Bund und Ländern verrieten darin ihre liebsten Wurstgerichte. Sogar die Grünen-Politiker Friedrich Ostendorff und Markus Tressel aus dem Deutschen Bundestag ergriffen für das westfälisch-münsterländische Panhas beziehungsweise die Lyoner Wurst aus dem Saarland das Wort. … Wissenschaft mit klaren Forderungen > Für die Wissenschaft gilt das erst recht. Was Wissenschaftlerinnen zum Thema Fleischkonsum zu Papier bringen, kann Köchinnen nicht kalt lassen. Denn oft zeigen die Forschenden den Weg auf, der gesellschaftlich gegangen werden soll und später auch wird. Für Politiker*innen wird es umso schwieriger, einen anderen Kurs zu steuern, je energischer Wissenschaftler auftreten und argumentieren. Sehr deutlich wird das im Gutachten „Politik für eine nachhaltigere Ernährung" des Wissenschaftlichen Beirates für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (WBAE). … DGE will neue Maßstäbe setzen > Das wird die DGE sicherlich freuen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung wiederum will mit ihrem im Juni 2021 veröffentlichten Positionspapier zur nachhaltigeren Ernährung neue Maßstäbe setzen. Neuerdings beschränkt sich die DGE demnach nicht mehr nur auf eine gesunde Ernährung, sondern bezieht die Gesichtspunkte Umwelt, Soziales und Tierwohl mit ein - und das gleichberechtigt. Das bedeutet konkret unter anderem, dass die Organisation genau unter die Lupe nehmen will, ob die Lebensmittel „unter sozial verträglichen Umständen" produziert und verarbeitet wurden. Kriterien sind hier etwa angemessene Löhne und die Frage, wie ernst Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Unfallverhütung genommen wurden. … ff

 

 

  

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