· 

Spültechnik: Nachgefragt bei Dr. Wolfgang Kulow Leiter Dezernat 54 Veterinärwesen

24 Stunden Gastlichkeit - 2021-05 - Seite 29-: In Dichtdeckeln oder Vertiefungen von Kunststoffteilen fängt sich auch beim gewerblichen Spülen gerne mal Wasser. Mikrobiell ein Problem? Die Auswirkungen von Restfeuchte kann man kaum einschätzen, das hängt auch immer mit der Umfeldhygiene des Spülraums und der Arbeitshygiene des Personals zusammen - und da drückt sich die Literatur vor belastbaren Aussagen. Allerdings findet sich in der DIN 10510 zur Lebensmittelhygiene beim gewerblichen Spülen in Mehrtanktransportgeschirrspülmaschinen, die in weiten Teilen identisch mit der DIN 10512 für Eintank-Geschirrspülmaschinen ist, eine interessante Aussage unter Ziffer 5.4.2 zu den Hygienischen Anforderungen an das Spülergebnis. Die DIN gibt vor, dass das Spülgut durch Reinigung, Desinfektion, Nachspülung und Trocknung in einen hygienisch einwandfreien Zustand versetzt werden muss. Die Anforderungen gelten als erfüllt, wenn das Spülgut optisch sauber und das Spülgut bei der Entnahme aus der Mehrtankgeschirrspülmaschine trocken ist, wobei an den Auflagestellen verbleibende Tropfen und eine Restfeuchte auf Spülgut aus Kunststoff toleriert werden dürfen. Und wie ist mit solchen restfeuchten Teilen wie Dichtdeckeln umzugehen: manuell nachtrocknen oder stehenlassen? In der Literatur habe ich dazu nur wenig gefunden. Das Verräumen oder Stapeln feuchter Teile geht jedoch gar nicht und wird zu Recht beanstandet. Die Teile müssen erst trocknen. Vom manuellen Trocknen mit dem Geschirrtuch ist aber wegen der Gefahr der Rekontamination abzuraten. Ich könnte mir vorstellen, dass es ausreicht, wenn man die Deckel bei der Entnahme aus dem Spülkorb kurz ausklopft, etwa auf einem Einmaltuch, und sie dann, idealerweise auf einem Gitter, in sauberer Umgebung an der Luft trocknet. ...ff

 

 

  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0