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Fokus: Das Leben nach der Flut

chefs - 2021-09 - Seite 6-7: Fast zwei Monate ist die verheerende Naturkatastrophe mit Starkregen und Hochwasser in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen jetzt her. … > Hans Stefan Steinheuer hat die verheerende Flutkatastrophe in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli hautnah miterlebt. „Es war wie ein Tsunami. Neben dem Haus, 300 Meter von der Ahr weg, floss ein reißender Strom durch die Straße und nahm alles mit, was im Weg war'; erinnert sich der Zwei-Sterne-Koch aus Bad Neuenahr-Heppingen. „Was wir da gesehen haben, werden wir nie mehr vergessen! Es ist unvorstellbar, wenn man es nicht selbst erlebt hat." Fast zwei Monate ist das Unglück jetzt her, die Aufräumarbeiten kommen voran, doch in den betroffenen Gebieten wird noch lange ein Bild der Zerstörung vorherrschen. In einigen Teilen rund um Ahrweiler und die Eifel fielen mehr als 150 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Wassermassen rissen Häuser weg, sie spülten ganze Landstriche aus, zerstörten Brücken, Mobilfunkmasten, Bahntrassen und Straßen. Menschen starben. „Viele Familien in Dernau haben einen Todesfall zu beklagen, berichtet Linda Koll von formbarevents & catering (Hilden), die seit sieben Wochen einen Foodtruck in Dernau betreibt und jeden Tag rund 1000 kostenlose Essen an Einheimische und Helfer*innen ausgibt. … Stark betroffen waren in Rheinland-Pfalz neben dem Ahrtal auch andere Eifel-Regionen sowie die Stadt Trier. In Nordrhein-Westfalen richtete das Hochwasser vor allem in Hagen und Wuppertal, im Kreis Euskirchen und im Rhein-Sieg-Kreis sowie in Teilen des Bergischen Landes große Schäden an. Nach neuesten Schätzungen summieren sich laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) allein die versicherten Schäden auf sieben Milliarden Euro - ein Rekordwert bei Naturkatastrophen in Deutschland. Damit ist die Unwetterfront „Bernd" die historisch schlimmste Naturkatastrophe in Deutschland. ...ff

 

 

  

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