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"Revenue Management in der Hotellerie muss neu gedacht werden" - Mathias Trebbin ist Managing Partner der Fincoor Consulting UG

Cost & Logis - 2021-07 - Seite 14-: . Im Interview spricht er über die Qualität des Revenue Managements in der Hotellerie und neue Anforderungen an Revenue Manager im Zuge der Pandemie. > Herr Trebbin, machen die Revenue Manager in der Hotellerie einen guten Job? Jeder Revenue Manager wird seine Arbeit versuchen, so gut zu machen, wie er kann. Es gibt aber einige wesentliche Aspekte, die sich auf die Qualität auswirken. Da es an qualifizierten Revenue Managern mangelt, werden Mitarbeiter aus dem Vertrieb eingesetzt, denen gewöhnlich das für die Aufgabe notwendige analytische und betriebswirtschaftliche Wissen fehlt. Der bisherige Verkäufer muss seinen Ansatz für die Kundengewinnung also neu definieren. Dazu kommen Aufgaben wie zum Beispiel die Berechnung von Preiselastizitäten sowie das Erstellen von Belegungsprognosen und Wettbewerbsanalysen. Damit sind die meisten Betroffenen völlig überfordert. Aus meiner Sicht kann das nicht gut gehen. Die Effektivität des Revenue Managements hängt außerdem maßgeblich vom Hotelmanager ab, der über die Umsetzung einer Revenue-Management-Strategie entscheidet. Spätestens hier kollidieren Zahlen und Bauchgefühl. … Inwieweit haben sich die Anforderungen an Revenue Manager im Zuge der Pandemie verändert? Revenue Manager navigieren ihre Hotels derzeit durch unsichere Zeiten. Es herrschen völlig neue Marktbedingungen. Historische Daten sind erst einmal unbrauchbar. Doch gerade diese Daten sind für ein effektives Revenue Management unbedingt notwendig. Revenue Manager verbringen deshalb mehr Zeit damit, eingeführte Systeme neu zu kalibrieren, die Systemvorschläge ständig zu überprüfen und gegebenenfalls zu überschreiben. Analytisches Geschick ist gefragter denn je. Kenntnisse über mikro- und makroökonomische Zusammenhänge gewinnen in diesem Umfeld an Bedeutung. ...ff

 

 

  

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