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Zimmerdesign: Weniger Hotel, mehr Wohnen

200008

Die Hotellerie lag aufgrund der aktuellen Umstände zum größten Teil brach und an Urlaub war kaum zu denken. Dafür erlebten Serviced Apartments für Langzeitaufenthalte einen Aufschwung und stiegen im Kurs. Jetzt entwickelt sich auch die Hotellerie hin zu zusätzlichen Longstay- oder Misch-Angeboten und das verlangt ein Umdenken im Zimmerdesign > Egal ob Bestandsgebäude oder neue Hotelkomplexe, viele Anbieter rüsten um und bauen aus. Das herkömmliche Hotelzimmer, das einheitlich und robust gestaltet ist, um einen stetigen Wechsel von kurz verweilenden Gästen zu überstehen, soll nun vielerorts zusätzlich für Langzeitgäste aufgehübscht werden. Klingt kompliziert, ist es auch. Denn Hotelzimmer im Bestand bieten meist nur wenig Platz und das notwendigste Equipment, um schlafen, duschen und arbeiten zu können. Deshalb können solche Zimmer häufig nur um ein paar Kleinigkeiten ergänzt werden. ... Die einzelnen Zimmer in einer Anlage mit Longstay-Angeboten sind wichtig, doch spielen auch Gemeinschaftsflächen eine tragende Rolle. In der Hotellerie hingegen verfolgen öffentliche Flächen die Aufgabe, dem Gast das zu bieten, das er in seinem Zimmer aufgrund von Platzmangel nicht geboten bekommt. Dazu zählen Arbeitsflächen oder auch Relax-Zonen. Bei Flächen für Langzeitgäste sollte sich der Bereich deshalb bodenständig und gemütlich präsentieren und dabei Services bieten, die der Bewohner auch im Alltag benötigt und die zu einem Zuhause dazugehören, denn: „Es geht darum, hier zu leben - egal ob wir einen guten Tag hatten oder nicht. Normale Tätigkeiten wie Wäsche waschen, Gemüse schneiden oder einfach zu plaudern und neue Leute kennenzulernen muss in dieser neuen Generation der öffentlichen Bereiche einen Raum finden", sagt Menzinger. Aber Vorsicht bei der Gestaltung. Sie darf sich nicht über den Gast stellen, denn er möchte sich nicht unbehaglich fühlen: „Wohnen ist nie ein Design-Konzept - es ist das, was es ist. Wohnen und Leben." ... ff