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VRF-Kompendium 2021 > Illegale Kältemittel - Ein dunkles Kapitel

200010

Der Schwarzmarkt für teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW) blüht. Dadurch werden nicht nur die Preise für legale Kältemittel torpediert, sondern es werden auch Europas Klimaziele untergraben. Eine Untersuchung zeigt die Dimension dieser Problematik auf > Die Zahl lässt aufhorchen: Das Volumen der illegal importierten HFKWs in die EU könnte einem CO2-Äquivalent von bis zu 34 Mio. Tonnen entsprechen - was beispielsweise dem jährlichen CO2-Ausstoß von 25 Mio. zusätzlichen Pkws auf den Straßen der EU entspräche. Das ergab eine Analyse der von der Oxera Consulting LLP erhobenen Daten durch den Europäischen Technischen Ausschuss für Fluorkohlenwasserstoffe (EFCTC). Oxera hat die HFKW-Handelsströme im Jahr 2018 genauer unter die Lupe genommen und dazu öffentlich zugängliche Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat, der handelsstatistischen Datenbank der Vereinten Nationen (Comtrade) sowie chinesische Exportdaten herangezogen. Die evaluierte Menge an illegalen Kältemitteln entspräche nach diesen Quellen einem Drittel der im Jahr zulässigen Gesamtquote von 101,2 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent. ... Noch fehlt eine einheitliche rechtliche Grundlage, um gegen den Missstand vorzugehen, und es gibt für die Akteure ausreichend Schlupflöcher. Felix Flohr, Kältemittelexperte bei Daikin und Sprecher des EFCTC, erklärte in der Fragerunde des Web-Talks die Situation aus Sicht der F-Gase-Verordnung: „Momentan ist nur das ,placing an the market' illegal - also, wenn ich ein Produkt ohne Quoten auf den Markt bringe. Alles andere ist derzeit scheinbar noch legal." ... ff