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VRF-Kompendium 2021 > F-Gase-Verordnung - Die Sache mit dem „ F"

200010

Die F-Gase-Verordnung sorgt für Verunsicherung in der Branche. Sie beinhaltet zwar kein absolutes Verbot von fluorierten Kältemitteln, aber eine deutliche Mengenbegrenzung > Seit 2015 gilt die novellierte EU-Verordnung über fluorierte Treibhausgase - die sogenannte F-Gase-Verordnung. Diese zielt darauf ab, in einem festgelegten „Phase Down" bis zum Jahr 2030 fluorierte Treibhausgase sukzessive zu reduzieren, da sie den Treibhauseffekt verstärken, wenn sie in die Atmosphäre gelangen. Herangezogen wird zur Einstufung der Kältemittel der GWP-Wert (Global Warming Potential). Er steht für den Einfluss eines Stoffes auf die Erderwärmung im Vergleich zur Wirkung von CO2. Ein Beispiel: Ein Kilogramm des häufig eingesetzten Kältemittels R410A entspricht einer Menge von 2.088 kg an CO2- Äquivalenten. Das derzeit als Alternative propagierte R32 hat einen GWP von 675. Allerdings sind hier durch Brennbarkeit die Füllmengen stark eingeschränkt, was sich wiederum ungünstig auf die Dimensionierung der Anlagen auswirkt. ... Auch die Effizienz der alternativen Kältemittel ist nach Ansicht der Hersteller ein Thema - sprich der erforderliche Einsatz von Primärenergie zum Generieren der erforderlichen Leistung. Sie tüfteln unter anderem an hybriden Systemen, um das Problem der begrenzten Kältemittel-Mengen zu lösen. Hype oder Trendwende? Darüber herrschen kontroverse Meinungen. Experten schätzen die Auswirkung der F-Gase-Verordnung auf das Thema VRF auf jeden Fall als „erheblich" ein und sehen darin eine große Herausforderung für die Branche. ... ff