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Pandemie und Kochausbildung: Torsten Nordmeyer, Küchenmeister & Lehrer für Fachpraxis; Elisabeth-Selbert-Schule, Hameln

200011

chefs!: Sie sind seit 17 Jahren Lehrer für Fachpraxis, waren früher selbstständig in der Gastronomie. Wie ist Ihre Beobachtung: Kommen die Betriebe ihrem Ausbildungsauftrag in der Corona-Krise noch ausreichend nach? Nordmeyer: Durchaus. Es gibt Betriebe, die sich auch in dieser schwierigen Zeit vorbildlich um ihre Azubis kümmern, aber wir haben leider auch Betriebe, die so mit ihren wirtschaftlichen Problemen beschäftigt sind und ums Überleben kämpfen, dass die Ausbildung leidet. Speziell Azubis, die wegen der Krise in der Probezeit entlassen wurden, haben einen schweren Stand. Wir als Schule haben unsere Kontakte genutzt und konnten sie zum Glück in anderen Betrieben unterbringen. chefs!: Gerade findet sehr viel Unterricht online statt. Wie oft sehen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler im Lockdown? Nordmeyer: Die Abschlussklassen sind regulär einmal die Woche in der Schule. Die Schülerinnen und Schüler aus dem ersten und zweiten Ausbildungsjahr waren seit Dezember nicht mehr vor Ort, sondern sind ausschließlich im Onlineunterricht. Manche Schüler berichten, dass es für sie im Betrieb trotz allem gut läuft, weil es Take-away- und Delivery-Geschäft gibt und der Chef mit ihnen Dinge trainiert, für die sonst keine Zeit ist. Wir haben aber auch Schüler, die ihre Küche im Betrieb seit Monaten nicht mehr von innen gesehen haben. ... ff