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NGG-Boss Guido Zeitler: Das Tarifgefüge ist in Gefahr

200013

Guido Zeitler hat einmal das Hotelfach gelernt, entschied sich dann aber für eine Karriere in der Gewerkschaft. Mittlerweile ist er bei der NGG (Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten) ganz oben angekommen und deren Vorsitzender. Cost & Logis traf sich mit Zeitler und sprach mit ihm über Gehälter, Arbeitszeiten, Flexibilität, Mehrwertsteuersätze und Outsourcing > Sie haben kürzlich die bundesweite Kampagne „Fairdient" gestartet. Was steckt dahinter? Wir wollen die Debatte, insbesondere um Arbeitszeiten, versachlichen. Beim Dehoga heißt es, die Beschäftigten wollten ja flexiblere Arbeitszeiten. Wir erleben andere Mitarbeiter. Sie sind damit ganz und gar nicht einverstanden. Die kehren der Branche den Rücken, wenn sie 12 oder 13 Stunden am Tag arbeiten müssten. Denen wollen wir eine Stimme geben. Besonders junge Menschen legen Wert auf Work-Life -Balance. Was muss die Branche tun, um sie für sich zu gewinnen? Der Bedarf an Arbeit rund um die Uhr ist bei der Leistung Hotelübernachtung ohne Zweifel vorhanden, daran kommt die Branche nicht vorbei. Die Frage ist aber: Wie organisiere ich die Arbeit? Ich bin mir sicher, dass es auch heute viele junge Menschen gibt, die einen Job in der Hotellerie grundsätzlich toll finden. Das Problem sind die Rahmenbedingungen. Es geht um angemessene Entlohnung, längerfristig planbare Arbeitszeiten und betriebliche Mitbestimmung. Wenn heute Beschäftigte das Unternehmen nach 20 Jahren Zugehörigkeit verlassen, weil ihnen woanders erheblich attraktivere Arbeitszeiten und deutlich mehr Geld winken, dann halte ich das für ein echtes Alarmzeichen. ...ff