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Die Krise als Freund / Bodo Janssen, Upstalsboom

200013

Der Hotelunternehmer Bodo Janssen (Upstalsboom) feiert mit seinen Büchern große Erfolge. In seinem neuen Werk schreibt Janssen über seine Erfahrungen in der Corona-Zeit und stellt Methoden gegen Angst und Frust vor > Bodo Janssen, i n wenigen Tagen erscheint Ihr neues Buch „Eine Frage der Haltung“. Ist die Veröffentlichung so aufregend wie eine Hoteleröffnung? In beiden Fällen geht es darum, ob sich die Menschen als Leser oder Hotelgäste von dem angesprochen fühlen, wofür ich mich eingesetzt habe. Das ist jedes Mal spannend. Sie berichten über das Berliner Upstalsboom-Hotel (Managementbetrieb, 180 Zimmer, 45 Mitarbeiter), das im September 2020 schließen musste. Die Eigentümer meldeten Insolvenz an, und Sie mussten als Betreiber zusehen, wie die Mitarbeiter entlassen wurden. Wie haben Sie den Prozess erlebt? Das Hotel gehörte seit 25 Jahren zu uns und war wegen der Corona-Pandemie in eine wirtschaftlich aussichtslose Lage geraten. Von den Mitarbeitern war ich schwer beeindruckt, wie sie mit dieser Situation umgegangen sind und immer wieder versucht haben, Lösungen zu finden. Auf der anderen Seite hat sich meine Einschätzung des Kapitalmarkts bestätigt. Die Eigentümer haben jahrelang nicht investiert, und am Ende war es ihnen völlig egal, was das für die Mitarbeiter bedeutet. ... Wie unterstützen Sie ihre Mitarbeiter? Wir haben am zweiten Tag der Pandemie die Corona-News ins Leben gerufen mit täglichen Informationen, wie es dem Unternehmen geht. Ich setze auf Klarheit statt Schonung, gaukle keine falsche Sicherheit vor. Konkret haben wir in der Kurzarbeit ein ausgeprägtes Schulungsangebot aufgelegt, und wir zahlen Coronaprämien. Ein anderes Beispiel: Weil die Mitarbeiter derzeit kein Trinkgeld bekommen, geben wir ihnen für jedes Hoffnung machende Video, das sie in sozialen Netzwerken teilen, bis zu 4000 Euro. Da wurden Songs komponiert, über die im Radio gesprochen wird. Ich bin sehr dankbar dafür. ... ff