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Balázs Tarsoly: Den Gast führen

200009

Voraussetzung für ein nachhaltigeres Angebot ist ein verändertes Konsumentenverhalten - stimmt das? Wie können Gastronomen ihre Gäste dazu bringen, ihr im Zweifel weniger nachhaltiges Verhalten zu überdenken? > Was man isst, ist eine Frage der Gewohnheit und meist auch der Tradition. In Japan gibt es an Weihnachten traditionell frittiertes Hühnchen. Es stimmt: In diesem Satz wollen „Japan“, „Weihnachten“ und „frittiertes Hühnchen“ nicht so richtig zusammenpassen. Dennoch stellt der Satz einen Sachverhalt dar. ... Macht der Gewohnheit: Unser Gehirn verbraucht sehr viel Energie, um Entscheidungen zu treffen. Daher automatisiert es - um sich weniger anzustrengen - ehemals bewusst getroffene Entscheidungen, bis diese zur Gewohnheit werden. Gewohnheiten sind schwer zu ändern, da sie tief im Inneren unseres Gehirns abgelegt werden. Sie verkürzen den Weg, damit wir uns wohl und glücklich fühlen. Darum bleiben viele Menschen trotz besseren Wissens bei ihren eingeübten Handlungsmustern, der Konsum läuft auf Autopilot. Das Ziel von Konsum - bewusst oder unbewusst - ist das Befriedigen von Bedürfnissen und das Erreichen eines Glücksgefühls, sei es durch Genuss oder soziale Anerkennung. So sind wir evolutionsbiologisch programmiert. Sowohl der Auslösereiz, beispielsweise die Lust auf etwas Leckeres, als auch deren Belohnung, zum Beispiel das Glücksgefühl beim Genuss, sind unveränderliche Komponenten unserer Gewohnheiten. Was wir tun können, ist, zu ändern, wie wir zu diesem guten Gefühl gelangen. ... ff