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Bier braucht Pflege: Über die richtige Behandlung und Lagerung des Volksgetränks Der Brauer braut, der Zapfer zapft, der Gast genießt. Für das dritte Glied in dieser Kette ist das Bier freilich nur dann ein ungetrübtes Vergnügen, wenn das zweite die nötige Sorgfalt walten ließ: Denn Bier braucht Pflege, damit es das Genussmittel bleibt, das es ist > … . Die Bierpflege beginnt im Kühlraum. Dieser braucht eine schwankungsfreie Temperatur zwischen fünf und acht Grad Celsius. Die frisch angelieferten Fässer benötigen je nach Größe zwischen 24 und 48 Stunden, bis ihr Inhalt durchgekühlt ist. Wasseranschluss und Wasserablauf müssen im Kühlraum oder in der unmittelbaren Nähe vorhanden sein. Außer Getränken darf im (Bier-)Kühlraum nichts gelagert werden: Auf Obst, Gemüse oder Fleisch in diesem Raum reagiert nicht nur der Wirtschaftskontrolldienst sauer... Ohne Kohlensäure wäre Bier nichts als eine schlappe Malzbrühe. Dieses belebende Element entsteht bei der Gärung und bleibt im Bier vorausgesetzt, es wird fachgerecht behandelt auf dem Weg vom Fass über den Hahn ins Glas. Dazu bedarf es weiterer Kohlensäure aus der Flasche. Diese verhindert einerseits die »Entbindung« der biereigenen Kohlensäure und fördert andererseits das Bier aus dem Fass über die Steigleitung zum Zapfhahn. Der Betriebsdruck, abzulesen am Zwischendruckregler-Manometer, hängt vom Sättigungsdruck des Bieres und vom Förderdruck ab. Das ist weit weniger kompliziert als es sich liest: Der Sättigungsdruck wird aus dem Kohlensäuregehalt des Bieres (4,5 bis 5,5 g/L bei untergärigen Bieren und Alt, ab 5,5 g/L bei Weizenbier) und seiner Lagertemperatur errechnet; der Förderdruck hängt ab von der Steighöhe des Bieres vom Fass zum Zapfhahn. … Der Deutsche Brauer-Bund empfiehlt eine wöchentliche Säuberung der Bierleitung sowie des zerlegten Zapfkopfes und -hahnes. Als optimal gilt die chemisch-mechanische Reinigung, bei der die chemische Wirkung der Reinigungsmittel durch die mechanische Wirkung einer Schwammkugel verstärkt wird. … ff |